Was ist Esoterik?


Teil 4


von Elias Erdmann

http://www.klarerblick.de/forum/viewforum.php?f=37

 

 

 

Während nun Schöpfungsprozesse von der geistigen zur materiellen Ebene hin verlaufen, bringen wir die praktische Erfahrung und die damit verbundene Erkenntnis wiederum von der materiellen Ebene  mit. Das ist ein Prinzip wie Aussaat und Ernte. Beide Richtungen haben ihre Berechtigung. Man kann nicht sagen, dass die eine Richtung gut wäre und die andere böse. Der Abstieg ist die materielle Welt ist genau so wichtig wie der spätere Aufstieg. Es sind zwei Phasen von einem Zyklus.

 

Der Weg von Luft zu Erde und umgekehrt führt immer durch das Wasser. Wenn also in mythischen Texten ein Fluss, Meer oder Brunnen durchquert wird oder wenn eine Welt im Meer versinkt, so kann das ein Hinweis auf diesen Gang durch das Wasser sein.

 

Bäume sind einerseits in der Erde verwurzelt und andererseits in der Luft verzweigt. Sie verbinden beide Welten. Der finstere Wald steht hingegen für die materielle Welt, zumal auch Holz bzw. Bauholz im lateinischen „materia“ heißt.

 

Das Schwert steht ähnlich wie die Luft auch für Gedanken und Argumente. Indem man urteilt, teilt man etwas. Man teilt z.B. etwas ein in gut und böse. Auch mit einem Schwert kann man etwas zerteilen. Durch unseren analytischen Verstand zerteilen wir aber auch das Gesehene in Einzelteile. Umgangssprachlich spricht man von einem scharfen Verstand.

 

Nun kann unser Denken in materiellen Begriffen festhängen und in materiellen Denkstrukturen gefangen sein.. Das entspricht dem mythischen Schwert Excalibur, das im Felsen feststeckt. Wer das Schwert aus dem Stein ziehen kann - wer sich also aus dieser Gefangenschaft des Denkens befreien kann, der wird „König“.

 

Viele Esoteriker glauben, man müsse das Denken komplett überwinden, um zu höherer Erkenntnis zu gelangen, weil sich diese Erkenntnis dem Denken verschließt. Doch damit rennt man am Ziel vorbei. Natürlich ist es schon sinnvoll, manchmal still zu werden, damit die „innere Stimme“ auch mal zu Wort kommt. Aber es geht nicht um eine Überwindung des Denkens, sondern um eine Überwindung des „materiefixierten Denkens“. Es geht um die „Befreiung“ des Denkens und nicht um die „Ermordung“ des Denkens.

 

So wie man sich bei einer esoterischen Textinterpretation vom Wortlaut löst, um den geistigen Sinn zu erkennen, so kann man sich auch bei der Beobachtung in der Natur vom konkreten Fall lösen, um das allgemeine Prinzip zu erkennen.

 

Die Lösung vom Materiellen hat auch nichts mit Keuschheit und Armut zu tun, sondern es geht um die Fähigkeit zu Abstraktion, so dass man das Allgemeine im Konkreten erkennt, das Geistige im Materiellen, das Ewige im Vergänglichen und das Göttliche in der Schöpfung.

 

Wer dazu in der Lage ist, der kann im übertragenen Sinne „Blei“ in „Gold“ verwandeln.

 

 


Links zum Thema:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik

http://www.lebensgeschichten.org/esoterik/index.php

http://www.dioezese-linz.or.at/pastoralamt/weltanschauungsfragen/esoterik.asp

http://www.sonntagsblatt.de/artikel/2000/39/39-s3.htm

http://www.ngfg.com/texte/br007.htm

http://news.uibk.ac.at/c/cb/cb26/resch/weltbilder_paranormologie/07esoterik.html

http://www.areitmann.gmxhome.de/esoterik.htm

http://www.muellerscience.com/ESOTERIK/Geschichte/Esoterik.bis.1700.htm

http://www.muellerscience.com/ESOTERIK/Geschichte/Esoterik1700-2000.htm

http://www.ekd.de/6228.html

http://www.dctb.de/traesot.htm

 


 

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