Globales Manifest für Alle


1. Messias: Der Messias kommt deshalb erst dann, wenn er nicht mehr gebraucht wird, weil der Mensch selber der Messias ist. Hat er seine Probleme gelöst, braucht sie kein anderer mehr zu lösen.

2. Gurus und Religion: Viele Wege führen nach Rom: Erleuchtung und Erlösung sind (u.a. nach Franz von Assisi und I. K. Taimni) auf vielen Wegen möglich, nicht nur durch sexuelle Entsagung:

Und das sind nur einige. Propagierung eines Wegs ist stets Zeichen für die Empfehlung dieses Wegs oder Missbrauch. Das beides unterscheiden und sich für einen Weg entscheiden muss jeder selbst. Entsagt werden muss den niederen Eigenschaften.

3. Ekstase: Gegensätze müssen vereinigt werden. Die Vereinigung von Gegensätzen ist -wie der Orgasmus, der männlich und weiblich vereint- Zufriedenheit und Glück, allerdings oft nur über kurze Zeit. Erst mit der Überwindung der Gegensätze werden Zufriedenheit und Glück dauerhaft.

4. Monismus und Dualismus: Wirklichkeit ist insgesamt monistisch und in sich dualistisch. Der Monismus macht quantitative Unterschiede, indem er Gegensätze, z.B. zwischen Bewusstsein und Materie, als verschiedene Intensitätsgrade bzw. Aspekte des gleichen Inhalts sieht, der Dualismus qualitative Unterschiede, indem er Gegensätze als verschiedene Dinge gleicher Herkunft beschreibt.

5. Transzendenz: Wirklichkeit entwickelt Ebenen, von denen jede aus der vorigen hervorgeht und sie verbessert. Abbruch einer Ebene verursacht ein Gefühl von Unbefriedigtsein und Versagen, da der Weg zur darauf aufbauenden neuen Ebene und damit die gesamte Entwicklung blockiert ist - ein unnötiger Verlust von Zeit und Energie.

6. Ungewissheit: Es gibt zwei Auffassungen über die Materie: dass sie Irrtum der Entwicklung, unvollkommen und zu überwinden und dass sie Ziel der Entwicklung und dahingehend zu vervollkommen und zu verfestigen sei. Die Gültigkeit der Auffassungen kann z.Z. nicht beurteilt werden, da wir uns noch nicht entschieden haben, ob das Experiment Materie unsinnig abgebrochen oder aber -infolge der Transzendenz- zur Etablierung einer neuen, glücklicheren Ebene geführt wird.

7. Götter: Die Ersuchung der Götter um Unterstützung menschlicher Vorhaben und um günstige natürliche Verhältnisse, wie z.B. reiche Ernte, Wind, Regen usw., hat durchaus ihren Sinn: Durch das Gebet auf eine verzweifelte Lage auf materieller Ebene aufmerksam gemacht, erwachen die glückselig und unparteiisch in ihrer höheren Sphäre schwebenden Götter und besinnen sich die in ihre Arbeit vertieften Geister und kommen der Bitte nach - jedoch nur, wenn dies der Weiterentwicklung des Ganzen dient.

8. Initiation: Die Initiation der antiken, religiösen und Naturvölker ist die Hinüberführung des Individuums aus dem kollektiven Bewusstsein der Gemeinschaft, in der es aufwächst, in das individuelle Bewusstsein des Selbstes und der Eigenständigkeit, in dem es Wachstum (materiell, psychisch, geistig usw.) veranlassen kann. In der kollektiven Stufe läuft ein Strom von der Gemeinschaft zum Individuum, in der individuellen zurück vom Individuum zur Gesellschaft. Initiation ermöglicht damit einen Kreislauf zwischen Individuum und Gesellschaft, ohne den beide aneinander zugrundegehen würden, da einer dem anderen das vorenthält, was er am dringendsten braucht - ein erfülltes Leben bzw. die Basis eines erfüllten Lebens.

9. Schiffahrt: Jeder Organismus ist ein Schiff, das das Bewusstsein durch das Meer der Unbewusstheit, Unordnung und Unvollkommenheit zur Sonne navigiert.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004