Globales Manifest für Alle


1. Schönheit: Kunst soll nicht das Hässliche, sondern das Schöne feiern und Einblick in die höheren Ebenen geben. Der Mensch soll sich zum Schönen und nicht zum Hässlichen hin entwickeln. Das Hässliche ist bereits Domäne des Gegenpols der Kunst - des Zwangs.

2. Kreativität: Kreativität verbindet verschiedene Ebenen, indem sie Inhalte der einen in die andere Ebene überführt. Sie darf nichts ausgrenzen und muss alle Inhalte integrieren, da alle von ihr eingesetzten Inhalte an dem zu realisierenden Inhalt ziehen. Je mehr Inhalte an dem zu realisierenden Inhalt ziehen, desto runder wird er und bildet ein Mandala, in dem alle Inhalte (die, die gezogen haben) vorhanden und -im Idealfall- im Gleichgewicht sind. Kreativität ist ständige Trennung und Wiedervereinigung von Gegensätzen. Kreativität dagegen, die die Gegensätze entweder nur trennt oder nur verbindet, ist halb und wirkt nur halb.

3. Magie: Die Welt ist magisch. Ändert man die Bedingungen, d.h. lässt man etwas Neues zu, entsteht genau dieses Neue. 1+1 wird 3 und mehr, weißes Licht farbig, Energie Materie usw. Magie schafft neue Inhalte und Ebenen und ist damit die Basis der Kreativität.

4. magische Orte: Auf der höchsten Ebene ist kein Platz für Gedanken, man ist der Gedanke selbst und mit allem eins. Deshalb wächst in Gebirgen nichts und ist der Schnee von weißer Farbe: die Erde hat sich in ihrer Erhebung extatisch mit dem Himmel vereint, und es gibt keine Gedanken mehr - Abwesenheit jeglicher Lebensformen. Schnee führt alle Lebenstätigkeit von der materiellen Ebene zum Kräfteschöpfen auf die nichtmaterielle Ebene zurück, versammelt also alle Farben im höherschwingenden Weiß. Die gleiche Vereinigung von Erde und Himmel zeigt sich in der zunehmend dünneren Atmosphäre und dem damit verbundenen Schweigen: die zahllosen Töne der Erde werden in einem einzigen -für uns vielleicht nicht sofort hörbaren- Klang zusammengeführt. Diese Rückführung des Erdenlebens auf die nichtmaterielle Ebene erfolgt auch in der Wüste. Gebirge, Schneelandschaften, Gewässer und Wüsten sind magische Orte, da sie dem Menschen einen Ausweg, einen Lichtblick und ein Echo zeigen, indem sie ihn mit dem Licht und dem Klang vereinen und den Reichtum und die Macht des Nichts zeigen.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004