Globales Manifest für Alle


1. Robotik: Am Anfang machte der Mensch Puppen. Heute baut er Roboter. Wozu? Ist nicht der Mensch bereits der perfekte Roboter des Geistes und übertrifft er nicht alle Roboter? Nicht die Roboter, sondern den Menschen gilt es weiterzuentwickeln, damit er das, was er will, selber tun kann.

2. Gentechnik: Gentechnik praktizieren die Menschen, die sich selber, ihre Partner und ihre Kinder nicht mögen. Sie wollen sie deshalb verändern, weil sie sie nicht gut genug finden. Sie sind neidisch auf andere und auf das, was sie selber nicht haben, und zu faul, ihre Ideale zu verwirklichen und sich -geistig und mental- zu verändern. Sie gönnen den Menschen die Erfahrungen und das innere Wachstum nicht, die sie gewinnen, wenn sie sich aus eigener Kraft entwickeln.

3. Physik: Die Physik untersucht mit starken, schwachen, elektromagnetischen, Gravitations- und anderen Energiefeldern Bewusstseinsfelder. Wenn sie sich in diese Felder hineinversetzt, wird sie in ihnen Gedanken, Gefühle, Vorstellungen und Lebewesen erkennen.

4. Biologie: Bakterien, Protoctisten und andere primitive Organismen werden als Lebewesen klassifiziert, ihnen aber kein Bewusstsein zugeschrieben. Sind diese Organismen etwa Roboter? Leben, d.h. Veränderung der Umwelt, Nahrungssuche, Fortpflanzung, Schaffung besserer Umweltbedingungen und Durchsetzung eines Individuums gegenüber Konkurrenten, verlangt Intelligenz und Bewusstsein.

5. Wissenschaft: Die nichtmaterielle Welt kann nicht mit materiellen Instrumenten und Experimenten, sondern nur mit nichtmateriellen Instrumenten, wie z.B. Denken, Fühlen und Vorstellungen, und nichtmateriellen Versuchen, wie z.B. Meditation und Gedankenexperimenten, erforscht werden.

6. Wissenschaft und Kunst: Wissenschaft ist, wo etwas untersucht wird. Kunst ist, wo etwas gemacht wird. Wissenschaft ist raumzeitabhängig, Kunst raumzeitunabhängig.

7. Wissenschaft und Religion: Wissenschaft untersucht die materielle Ebene, Religion die nichtmaterielle Ebene. Beide müssen sich mit der jeweils anderen Ebene auseinandersetzen und deren Inhalte in die eigene Sicht integrieren. Nichtmaterielle und materielle Welt müssen wieder synchronisiert werden und eine Einheit bilden.

8. Wissen: Wissen ist das Recht jedes Menschen. Wissenschaft muss deshalb semantisch, syntaktisch und pragmatisch sein. Dadurch kann jeder Mensch sie wieder verstehen. Z.Z. ist Wissenschaft nur syntaktisch und damit für die meisten Menschen, da sie auch nach Sinn und Zweck von Erscheinungen fragen, unverständlich oder inakzeptabel.

9. Semiotische Wissenschaft: Die jetzige Wissenschaft ist nutz- und anwendungsorientiert und negiert Gefühle, Gedanken, Bewusstsein und Selbstverständnis der Phänomene, die sie untersucht. Um die für sie nützlichsten und ihre Interessen am wenigsten gefährdenden Untersuchungen und die für sie bequemsten Untesuchungsmethoden zu sanktionieren, spricht sie den untersuchten und zu untersuchenden Phänomenen ab, Lebewesen oder Teile von Lebewesen zu sein. Dadurch werden Lebewesen permanent verletzt und ausgerottet, weil sie sich nicht wehren können.
Notwendig ist stattdessen eine semiotische Wissenschaft, die Phänomene, d.h. Lebewesen um ihrer selbst willen und unabhängig von einem Nutzeffekt für den Menschen achtet und untersucht. Dazu muss sie die Semantik (Sinn und Bedeutung), Syntax (Bezug und Vernetzung) und Pragmatik (Ziel und Zweck) ihrer Umwelt erforschen. Eine semiotische Wissenschaft ermöglicht, indem sie Sinn, Vernetzung und Ziel von Phänomenen hinterfragt, den Sinn, die Vernetzung und das Ziel von Phänomenen zu verstehen. Der Nutzeffekt für den Menschen wird so zum Nutzeffekt für die gesamte Wirklichkeit - die Gesamtheit aller Lebewesen.
Die semiotische Wissenschaft ist jedoch nur ein erster Schritt in Richtung eines humaneren Tuns und Verstehens. Irgendwann später müssen in einer umfassenderen Wissenschaft die Kunst als semantischer Teil, die Wissenschaft als syntaktischer Teil und die Religion als pragmatischer Teil vereinigt werden, wenn wirkliche Weisheit entstehen soll.

10. Objektivität und Subjektivität in der Wissenschaft: Innenwelt ist ehemalige Außenwelt und Außenwelt künftige Innenwelt. Innere und äußere Phänomene, Zustände und Vorgänge müssen miteinander korreliert werden, um die Diskrepanz von Subjektivität und Objektivität zu überwinden. Indem physikalische, chemische und biologische Inhalte der Außenwelt mit Inhalten der Innenwelt und Inhalte der Innnenwelt mit physikalischen, chemischen und biologischen Inhalten der Außenwelt identifiziert werden, kann der Mensch die Natur und sich selber gleichzeitig erkennen, verstehen und weiter ergründen. Wissenschaft soll dem Menschen helfen, Verdrängtes und Vergessenes (die Außenwelt) wiederzuentdecken und in sein Innenleben aufzunehmen und die Ausgrenzungsvorgänge der Innen- in die Außenwelt bewusst zu lenken.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004