Globales Manifest für Alle


1. Chaos und Ordnung: Jede Entwicklung ist zunächst einfach: Es gibt eine Vielzahl von Vorstellungen, die frei koexistieren und ein vollkommenes, harmonisches Ganzes bilden. Wird die Anzahl der Parameter erhöht, d.h. werden die Vorstellungen konkreter, tauchen die ersten Probleme auf: Die Vorstellungen kollidieren und schließen sich gegenseitig aus, es herrscht Chaos bzw. Leere, da nichts aufrechterhalten oder weiterentwickelt werden kann. Werden die konkretisierten Vorstellungen aufeinander abgestimmt, d.h. ihre sich ausschließenden Parameter, Eigenschaften und Zustände eliminiert, können sie wieder koexistieren und es entsteht eine semiotische Insel bzw. Ordnung. Je mehr Parameter es gibt, desto weniger Inseln der Ordnung. Auf der Raum-Zeit-Ebene muss die Abstimmung der Parameter räumlich und zeitlich sein, indem festgelegt wird, wo und wann welche Dinge existieren.
Genauso ist es mit der persönlichen Vorstellung: Zunächst freut man sich über eine neue Idee. Will man sie jedoch realisieren, treten Schwierigkeiten auf, da zahlreiche Umstände und Dinge es verbieten. Bis die Realisierung irgendwann beendet ist, gibt es Zeiten und Orte, wo nichts funktioniert (Chaos), und wo alles gut vorankommt (Ordnung).

2. Selbstbewusstsein: Einfache Bedingungen ermöglichen einfache Handlungen, die mangels Widerstand unbewusst sind. Werden die Bedingungen komplexer, läuft Handlung schnell gegen die Bedingungen und verletzt einige Parameter, wodurch Schmerz entsteht. Mit dem Versuch, die Ursache des Schmerzes auszumachen und von sich abzugrenzen, entsteht Selbstbewusstsein, da man mit den verletzten Parametern nicht mehr nur wechselwirkt, sondern sie wahrnimmt. Die Verletzung der Parameter zeigt sich als Reibung. Bei Bewegung mit den Bedingungen liegt Freude vor, weil alles reibungslos läuft und gelingt. Es gibt Bewusstsein, aber kein Selbstbewusstsein, weil man mangels Schmerz keine Störursache suchen muss und damit eine Einheit mit der Umwelt bildet.
In der Auseinandersetzung mit dem Schmerz entwickelt sich das Selbstbewusstsein weiter. Die Abschaffung des Schmerzes, wie sie in manchen Bereichen angestrebt wird, ist deshalb schlecht für das Selbstbewusstsein und lässt das Lebewesen psychisch und geistig in einen seiner selbst unbewussten, quantenartigen Zustand zurückfallen, in dem es nicht mehr als ja und nein gibt. Dies wäre der Mensch als Maschine.
Schmerz muss wieder als objektiver, sachlicher Hinweis verstanden werden, dass Parameter verletzt werden.

3. Schutzschild: Materielle Organismen sind Filter, Schutzschilder, die das Individuum zur Ausgrenzung und Abschwächung bzw. Bevorzugung und Verstärkung von Inhalten zwischen sich und seine Umwelt schiebt. Jeder Veränderung in der Umwelt folgt jedoch eine Veränderung im Filter. Flucht vor der Wirklichkeit lohnt sich also nicht.

4. Veränderung: Himmelskörper, Mineralien, Tiere und Pflanzen schaffen eine Basis und erhalten. Der Mensch ist der Veränderer und Umwandler. Durch sein höheres Denken und Fühlen, sein Erkennen und die Sprache setzt er die Naturgesetze außer Kraft und entwickelt eine ganz neue Wirklichkeit. Darauf zielt die universale Entwicklung vom Bewusstsein der Lebewesen im allgemeinen zum Selbstbewusstsein des Menschen. Nachdem es das Paradies des Bewusstseins und der Einheit aller Dinge verlassen hat, versucht das Selbstbewusstsein, ein neues Paradies zu schaffen, in dem alle Dinge selbstbewusst sind und eine Einheit bilden. Noch ist es von destruktiven Handlungen -Krieg, Missbrauch, Egoismus, Wucher, Gehässigkeit und Hohn usw.- überschattet. Destruktive Handlungen werden durch Verkennung des Wesens des Schmerzes ausgeführt. Das Wesen des Schmerzes -Verletzung und Eliminierung von Parametern auf dem Weg vom Chaos zur Ordnung- muss erkannt werden, um destruktive in konstruktive Eigenschaften und Handlungen zu transformieren. Die Verletzung der Parameter ist nur zeitweilig, die eliminierten Parameter werden durch bessere ersetzt. Man wird sich nicht mehr umgehend rächen, sondern nachdenken.

5. Planeten und Sterne: So wie es männliche und weibliche Tiere, Pflanzen und Menschen gibt, gibt es auch auf einer höheren Ebene männliche und weibliche Wesen, z.B. Sterne (männlich) und Planeten (weiblich). Himmelskörper lassen sich deshalb stets Sternen und Planeten oder ihren Teilen (z.B. Monde, Kometen, Asteroiden) zuordnen. Die Menschen als ihre Kinder sind ihre erst wenig entwickelte Zukunft und noch nicht in der Lage, mit ihnen zu kommunizieren und ihr Wesen zu verstehen.

6. Gravitations- und elektromagnetische Felder: Die Gravitations- und elektromagnetischen Felder von Himmelskörpern, v.a. Sternen, zeigen mit ihren großen Stärken extrem intensive Gedanken und Gefühle. Sie sind für das Denken und Fühlen des Menschen zu stark und bringen ihn deshalb, sobald er ihnen ausgesetzt ist, um.

7. Sterne: Sterne haben als materielle, selbstleuchtende, selbsttönende und selbstbewusste Körper die nichtmaterielle und materielle Ebene verbunden. Sie erleben in der Nova- bzw. Supernovaphase ihre Erleuchtung und verschmelzen als Neutronenstern oder Schwarzes Loch wieder mit der nichtmateriellen Ebene. Sie haben ein sehr hohes Maß an Weisheit, Verständnis und Güte erlangt und ziehen deshalb die Lebewesen ihrer Umgebung unwiderstehlich an.

8. Pflanzen: Pflanzen haben ein völlig anderes Bewusstsein und eine völlig andere Sicht als der Mensch. Nach Ansicht naturverbundener Stämme stehen sie an einem Ort und kommunizieren mit Tieren, Menschen, Planeten und Sternen. Sie brauchen sich nicht zu bewegen, da ihre Wahrnehmung und Kommunikation unabhängig von Raum und Zeit sind. Werden sie gegessen, teilen sie ihr Bewusstsein mit.

9. Konsum: Konsum erschließt das Bewusstsein des Gegessenen. Raumzeitabhängige Lebewesen können nicht außerhalb ihrer Raumzeit wahrnehmen und kommunizieren, und müssen daher die Träger bestimmter Bewusstseinsformen essen, d.h. in ihre Raumzeit integrieren. Dadurch können sie mit ihnen kommunizieren, lernen und sich weiterentwickeln. Mit dem Heraustreten aus seiner Raumzeit wird dem Lebewesen die Kommunikation mit den Trägern anderer Bewusstseinsformen erleichtert und es braucht sie nicht mehr zu essen. Raumzeitunabhängige Lebewesen können frei wahrnehmen und kommunizieren und sind daher von materieller Nahrung unabhängig.

10. Produktion und Umwandlung: Höhere Lebewesen, wie z.B. Sterne und Pflanzen, produzieren materielle Dinge. Niedere Lebewesen, wie z.B. Planeten oder der Mensch, wandeln die von den Sternen erzeugten Dinge nur um. Der Mensch nennt diese Umwandlung "Produktion". Seine Energie reicht zwar aus, materielle Dinge zu produzieren, er tut es aber meist nicht. Alle Dinge, die der Mensch der Erde entnimmt und umwandelt, haben Erd-und -dahinterliegend- Sonnenbewusstsein. Würde das Bewusstsein von Erde und Sonne nicht ununterbrochen Bezug auf sie selbst und ihre Umwelt nehmen, würde alles, was der Mensch der Erde entnimmt und daraus macht, auseinanderfallen.

11. Semiotik: Lebewesen und Dinge haben 3 Aspekte:

Jedem Ding und Lebewesen müssen alle 3 Aspekte zugestanden werden. Verstehen von Lebewesen und Dingen ist nur vollständig, wenn es alle 3 Aspekte erfasst.
Menschliches Verstehen, ob Wissenschaft, Kunst oder Religion, muss semiotisch sein, um der Wirklichkeit gerecht zu werden.

12. Rundumsicht: Einzeller nehmen als Punkte in Raum und Zeit ihre gesamte Umgebung wahr, radiärsymmetrische Organismen einige ausgewählte Sektoren, in denen sie navigieren und sich zurechtfineden. Mit dem Wachstum des Organismus reduziert das Lebewesen seine Sicht auf einen Sektor und büßt seine Rundumsicht ein. Einzeller haben eine exzellente Sicht, aber kein Selbstbewusstsein; klassische Lebewesen erkaufen ihr Selbstbewusstsein mit einer schlechten Sicht.

13. Würde: Jedes Elementarteilchen, jedes Lebewesen -Pflanze, Tier, Mensch, Planet, Stern usw.- strebt nach Vervollkommnung und Überwindung seiner Schwächen und will geachtet werden und seine Aufgabe im Leben verwirklichen.

14. Aufspaltung: Die Wirklichkeit spaltet sich aus größeren, unendlichen in immer kleinere, endliche Lebewesen auf, von denen es immer mehr gibt: Sterne, Planeten, Menschen, Bakterien, Viren, Moleküle, Atome, Teilchen usw. Dabei bauen a) die kleineren Lebewesen die größeren auf (z.B. Einzeller den Menschen) und weisen b) die größeren den kleineren Lebewesen den Weg des Lebens und der Entwicklung (z.B. die Sterne dem Menschen). Sicher lobpreisen die Bakterien und anderen Einzeller uns Vielzeller ebenso, wie wir Vielzeller, zumindest der Mensch, die Planeten und die Sonne anbeten und verehren, da sie uns das Leben ermöglichen und uns glanzvolle Aussichten der Entwicklung zeigen. Wahrscheinlich sind aus diesem Wissen heraus die meisten Bakterien(stämme) friedlich und leben in Symbiose mit uns Vielzellern, und wahrscheinlich ist dieses Wissen die Ursache, dass insgesamt relativ wenige Bakterien(stämme) aus dieser Ordnung ausscheren und uns und andere Vielzeller krankmachen und töten - ähnlich wie einige Menschen, die die Erde mutwillig zerstören.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004