Globales Manifest für Alle


1. Dummheit: Das Schlimme an der Dummheit ist nicht der Mangel, sondern dass sie will, dass alle anderen so sind wie sie.

2. Lebewesen: Es sind die Lebewesen, die die Wirklichkeit bestimmen und gestalten, und darum ist der Mensch -als Lebewesen- allmächtig und unbegrenzt. Er weiß es nur nicht.

3. Wirklichkeit: Es gibt nur Lebewesen und Wechselwirkung zwischen ihnen. Alle in der Wirklichkeit vorkommenden Prozesse sind Lebens- bzw. kognitive Prozesse. Dinge sind von Lebewesen abgetrennte Teile. Wirklichkeit ist die Einheit von Lebewesen und seiner Umwelt.

4. Kosmos: Der Kosmos wird aus Lebewesen gebildet. Die Ordnung im Kosmos, z.B. Verteilung von Licht, Klang und Materie, erträglicher atmosphärischer Druck auf der Erde, Vorhandensein von Wasser oder günstige klimatische Bedingungen, entsteht durch das Zusammenspiel der Lebewesen.

5. Kognition: Lebewesen -Sterne, Planeten, Einzeller, Tiere, Pflanzen, Menschen u.a.- erkennen und gestalten ihre Umwelt durch Kräfte mit unterschiedlicher Reichweite:

Starke Wechselwirkung ist die lokale Psyche, schwache Wechselwirkung der lokale Geist. Gravitation ist die universale Psyche, Elektromagnetismus der universale Geist, Nichtlokalität der universale Wille und Verstand, d.h. Psyche und Geist auf einer höheren, raumzeitunabhängigen Ebene.
Signale -egal welcher Art- zeigen die Tätigkeit von Wille, Verstand, Psyche und Geist, sind also Zeugen kognitiver Tätigkeit.

6. Märchen: Märchen sind die Vorstellungen und Träume unserer aus der Nichtmaterie in die Materie herabgestiegenen Vorfahren, die wir in uns tragen, unseren Bedingungen anpassen und verwirklichen oder aber vergessen und verfremden.

7. Geist: Alles sind nur Erschaffungen des Geistes. Schöpfungen bekommen jedoch schnell ein Eigenleben, und dieses muss der Geist in den Griff bekommen, wenn er die Dinge, die Wirklichkeit und die Entwicklung steuern will und nicht diese ihn.

8. Mensch: Lebewesen bestehen aus Körper und Nichtkörper (Bewusstsein, Seele, Geist). Die Engel, Götter und Helden der Märchen, Mythen und Sagen sind -Glieder der menschlichen Entwicklung bzw. der Entwicklung der Lebewesen- in Wirklichkeit wir selber.

9. Elementarteilchen: Teilchen haben Bewusstsein und bewegen sich deshalb protestlos stets zum komplementäten Pol, z.B. einer entgegengesetzten Ladung, von dem sie psychisch und geistig angezogen werden. Erst das Selbstbewusstsein (z.B. des Menschen) setzt die automatische Bewegung außer Kraft und bewegt sich entgegen den wirkenden Kräften dorthin, wohin es will. Durch ihren den Bedingungen angepassten Willen funktionieren Instrumente auf quantenmechanischer Basis besser und sicherer als Instrumente auf klassischer Basis, die gern einmal ihren eigenen Willen äußern und durchsetzen.

10. Objektivität und Subjektivität: Da jedes Ding bzw. Lebewesen Teil der Wirklichkeit und damit Wahrheit ist, ist alles Subjektive objektiv und -nimmt man an, dass alles belebt ist- alles Objektive subjektiv. Das Problem ist nur, die vielen verschiedenen, oft einander widersprechenden und streitenden Wahrheiten zu vereinen.

11. Erklärung und Erkenntnis: Alles kann erklärt und erkannt werden - wenn man es nur will und nicht durch Machtstreben verhindert.

12. Ziele: Man erreicht mitunter trotz Könnens und bewussten Willens seine Ziele nicht, weil man es unbewusst nicht will, z.B. weil unbewusste Verhaltens-, Denk- und Fühlmuster einen daran hindern oder weil man manipuliert wird.

13. Einheit: Die Wirklichkeit bildet eine Einheit. Es gibt daher nichts außerhalb von uns, und alles geht uns etwas an.

14. Eigenbestimmtheit: Der Mensch soll nicht auf fremde Leute hören, sondern auf sich selbst. Die innere Stimme ist Gott und durch andere Leute nicht ersetzbar. Der Mensch muss seine innere Stimme wieder hören und einsetzen. Dadurch gewinnt er sein inneres Wissen zurück und wird von Tips und Ratschlägen unabhängig. Er muss von Fremdbestimmtheit zu Eigenbestimmtheit übergehen.

15. Wahrheit: Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit. Fremde Wahrheiten müssen nicht auf ihn zutreffen. Jeder muss seine eigene Wahrheit finden und ihr folgen. Folgt man zu sehr fremden Wahrheiten, wird man unglücklich, die Dinge laufen schief und es stellen sich Krankheiten ein. Zu oft verliert man sich in Filmen, Romanen, anderen Leuten und Situationen, die alle fremde Wahrheiten vermitteln, und verpasst dadurch seine eigene Wahrheit und Wirksamkeit.

16. Wahrheit und Wirklichkeit: Es geht nicht darum, die Wahrheit zu finden, denn eine Wahrheit gibt es nicht. Der Begriff Wahrheit entstammt einer eingrenzenden Sicht, die das als unwahr bezeichnet, was sie subjektiv ablehnt, objektiv nicht akzeptiert oder einfach nicht wahrhaben will. Die Dinge ändern sich, sobald der Bezugspunkt gewechselt wird. Es gibt nur Wirklichkeit und damit keinen außerwirklichen Punkt, der zwischen wahr und falsch unterscheiden kann. Statt etwas zu suchen, was es gar nicht gibt, soll man sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen. Statt etwas als gut oder schlecht zu beurteilen, was es ja gar nicht ist, soll man es als Teil der Wirklichkeit anerkennen, denn alle Lebewesen, Inhalte und Zustände sind gleich wertvoll und wichtig.

17. Tun und Erkennen: Will man die Wirklichkeit erkennen, muss man sich auf eine Ebene begeben, in der die Wirklichkeit nicht verändert wird. Denn jede Tat einschließlich des Versuchs, die Wirklichkeit zu erkennen, ist bereits ein Akt des Schaffens, der die Wirklichkeit schon wieder verändert und ihr der Erkenntnis gegenüber einen Schritt Vorsprung gibt. Nicht verändert wird Wirklichkeit auf der Ebene des Seins, da alle Dinge, auch die nichtvorgestellten und "unmöglichen", immer da sind, und zwar latent oder manifest. Wirklichkeit und damit auch Wahrheit kann also nicht erkannt werden, sondern nur sein. Wichtiger ist deshalb weniger, die Wirklichkeit zu erkennen, sondern etwas Rechtes aus ihr zu machen, denn zu oft wird über der Erkenntnis die Wirklichkeit vergessen und -entweder verpasst oder verhunzt.
Wirklichkeit und Wahrheit kann, da es keinen Standpunkt außerhalb der Wirklichkeit gibt, nicht erkannt werden, sondern nur sein (objektiv) oder wahrgenommen werden (subjektiv). Erkannt werden können nur Teilwirklichkeiten und Teilwahrheiten, da hier ein Standpunkt außerhalb der Teilwirklichkeit bzw. -wahrheit möglich ist.

18. Vorstellung und Wirklichkeit: Es gibt nichts, was nicht wirklich ist. Sobald man sich etwas vorstellt, etwas nicht wahrhaben will oder sich über etwas ärgert, weil es das nicht gibt, existiert es schon auf gedanklicher Ebene. Es gibt deshalb nichts außer Wirklichkeit. Dies ist die profundeste Erkenntnis und der Schlüssel zum allmächtigen Moment.

19. Magie der Wirklichkeit: Das Bewusstsein kann sich jede Vorstellung, jeden Wunsch erfüllen - es dauert nur mehr oder weniger lang, braucht Raum und hat Folgen. Das ist die Magie der Wirklichkeit.

20. Der Sinn des Lebens: Was ist der Sinn des Lebens? Nichts anderes als das Leben selbst - mit seinen Wundern, Überraschungen, Niederlagen, Siegen usw. usf.!

21. Leben: Wie muss man sein? So, wie man IST. Unverfälscht. Rein. Ganz. Sonst gibt es trotz der größten Bemühungen nur Chaos, Ärger und Probleme - weil man nicht man selbst ist und damit sich selber stört. Denn etwas, z.B. sich selbst oder andere, zu stören, wird bestraft, auf die Wieder-Gleichheit "0" gesetzt, von der aus man wieder neu starten kann, um es diesmal besser zu machen.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004