Globales Manifest für Alle


Dieses Manifest ist dem sich weiterentwickelnden Menschen gewidmet. Es begleitet den Übergang vom Menschen zum Übermenschen an der Schwelle vom zweiten zum dritten Jahrtausend und soll ihm helfen, über die Grenzen der Materie hinauszuschauen und sich mit dem Licht und dem Klang zu vereinen, die die einzelnen Menschen im Übermenschen verschmelzen. Es soll ihm das um ihn herum tätige Leben zeigen und ihn von der Vorstellung der Existenz toter Dinge befreien. Es will ihn anregen, höhere Bewusstseinsebenen zu erschließen und die Gegensätze zu versöhnen. Es soll ihm zeigen, was der Übermensch ist: ein neuer, in seinem Bewusstsein höher stehender Mensch im einzelnen und allgemeinen, Mensch und Menschheit zugleich.

Eine grundlegende Eigenschaft von Lebewesen, z.B. des Menschen, ist das Vorhandensein von Geist und Psyche. Nicht nur der einzelne Mensch, sondern auch Menschengruppen, von der Familie über das Volk und die Rasse bis zum Übermenschen, haben Geist und Psyche. Da Wirklichkeit kohärent ist und uneingeschränkt wirkt, d.h. überall und stets gültig ist, existieren Geist und Psyche auf raumzeitunabhängiger, nichtmaterieller und auf raumzeitlicher, materieller Ebene. So sind z.B. die "strengen" Germanen der Geist, die "tiefgründigen" Slaven die Seele und die "fröhlichen" Romanen und mediterranen Völker das psychisch-geistige Gleichgewicht Europas. In Richtung Asien erfolgt ein nahezu nahtloser Übergang von a) der germanischen (Nordosteuropa), b) der slavischen (Osteuropa) und c) der romanisch-mediterranen Region und Mentalität (Südosteuropa) zum psychisch-geistigen Gleichgewicht der Menschheit bzw. des Übermenschen, in dem sie sich auflösen. Beim Übergang von Seele und Geist von einer Stufe zur anderen wird immer zwischen Seele der ersten Stufe und Seele oder psychisch-geistigem Gleichgewicht der zweiten Stufe und zwischen Geist der ersten Stufe und Geist oder psychisch-geistigem Gleichgewicht der zweiten Stufe angeknüpft. Im direkten Übergang zwischen Seele und Geist einer Stufe gibt es dagegen Brüche, z.B. zwischen Germanen und Slaven, zwischen Europa und Afrika oder zwischen Schwarz- und Weißafrika, u.a. sichtbar als der Mittelmeergraben und die Sahara. Zwischen Seele und Geist verschiedener Stufen schiebt sich ein gleichgewichteter Zweig, z.B. die mediterrane Region und Mentalität zwischen Germanen und Schwarzafrika. Afrika, Europa und Asien bilden eine psychisch-geistige Einheit, die zwischen Geist und Psyche getrennt und zwischen Geist und Psyche und dem psychisch-geistigen Gleichgewicht jeweils zusammenhängend ist, d.h. es gibt direkte Landverbindungen zwischen den Kontinenten bis auf Europa und Afrika, die durch eine Gleichgewichtszone (Mittelmeerraum) voneinander abgepuffert sind.
Andere Kontinente sind frühere oder spätere Schwerpunkte, nach denen sich die psychische und geistige Entwicklung verlagert und -da sie auf einem einzigen Kontinent weitergeht- die Gegensätze früher oder später vereint. Es ist, als würde eine bis ins Detail vollständig entwickelte Vorstellung bzw. Idee in Raum und Zeit ausgekippt, wo sie durch die Vielzahl ihrer Inhalte, die nicht überall und immer hinpassen, in einen Wirbel gerät und wirbelförmig -dort etwas ausschließend und hier etwas ermöglichend- über die Raum-Zeit-Koordinaten ausgebreitet wird. Anzumerken ist, dass dies nicht in Richtung einer Rassen- oder Volkstheorie geht, sondern nur die fraktale Struktur der Wirklichkeit zeigt, die Inhalte, hier Psyche und Geist, immer weiter differenziert und aufzweigt und dabei neue Ebenen (z.B. die Raum-Zeit-Ebene) entwickelt, in die die Inhalte hineintransformiert werden.

Das Problem unserer Zeit ist, dass Psyche und Geist vieler einzelner Menschen und damit des Übermenschen voneinander getrennt sind. Die Trennung geschieht auf nichtmaterieller Ebene durch die Bewusstseinshaltung und auf materieller Ebene durch Ausgrenzung und Anfeindung von Menschen, die anders denken, fühlen, aussehen und handeln. Während die Psyche des Übermenschen -Afrika- in den Natur- und Stammesgesellschaften lebt, wirkt sein Geist -Europa- in den Industrienationen. Europa hat sich aber -seit jeher immer mehr und mit der Aufklärung endgültig- von der Seele abgeschnitten und leidet darunter. Die Seele ist stets offen für den Geist, den sie in seinem Flug trägt und erhält, doch der Geist sagt stets "nein", obwohl er die Seele -seinen Ursprung, seine Basis- braucht. Der Geist sieht nur sich selber und will die Seele nicht anerkennen, da sie sein Gegenpol und Spiegelbild ist, das er fürchtet und flieht. Die Seele reagiert irgendwann darauf, indem sie den Geist ablehnt und enttäuscht ihren eigenen Dingen nachgeht. So schafft auf der einen Seite der Geist Technik und Industrie, ohne auf die Natur und auf Gefühle zu achten. Auf der anderen Seite entfaltet sich die Natur, ohne auf tieferes Nachdenken und Technik größeren Wert zu legen, d.h. Afrika und die Stammesgesellschaften entwickeln sich immer weiter von Europa und den Industrievölkern weg. Dadurch wird die Chance gegenseitiger Erkenntnis und Weiterentwicklung verpasst. Dies ist das eigentliche Beziehungsproblem und die Sinnkrise der Gegenwart, sichtbar in einer steigenden Zahl von Krankheiten, psychischen und geistigen Problemen und Entfremdung, die mit dem Fortschritt -als Fort-Schritt jeweils von der Psyche oder vom Geist- wachsen. Krankheiten sind oft Mahnmale der Fremdbestimmung und Selbstverleugnung. Psyche und Geist des Übermenschen müssen also wieder vereint werden, damit er wieder ganz wird. Tun muss dies jeder einzelne Mensch als Teil des Übermenschen. Tun kann er dies durch Überwindung der raumzeitlichen Trennung von den anderen Menschen (durch den direkten Kontakt und durch Licht und Klang, die als Medien über räumlich oder zeitlich Entferntes informieren) und durch ein höheres Bewusstsein, das Gefühle und Gedanken gleichermaßen fordert und zulässt und den Sinn des Menschen sucht. Helfen kann dabei Asien, das psychisch und geistig eins ist.

Bis jetzt erkannte Europa, das sich allein als Maßstab setzte, nur eine Intelligenzform an, und zwar die geistige, die sich wissenschaftlich äußert. Alles andere wurde als "nichtintelligent" und "unwissenschaftlich" ausgegrenzt, Kunst und Assoziation als unobjektiv, Aufgeschlossenheit als fehlende Klarsicht und Völker und Rassen aufgrund andersgewichteter Sichtweisen und Mentalitäten als primitiv eingestuft. Jeder Teil des Übermenschen hat jedoch seine spezifische Intelligenz: Afrika und die Stammesgesellschaften besitzen psychische, räumliche und bewegungsmäßige, Europa und die Industrienationen geistige, zeitliche und formmäßige, Asien und die Kulturvölker psychisch-geistige, raumzeitliche und ethische Intelligenz. Alle Formen der Intelligenz müssen anerkannt werden und die Wissenschaft als das, was gleichwertig neben dem Unwissenschaftlichen existiert. Alle Intelligenzformen können sich wissenschaftlich ausdrücken, müssen dies aber nicht tun, da sie einen ganz anderen Zweck haben können. Die verschiedenen Intelligenzformen müssen außerdem voneinander lernen und kooperieren, um nicht zu stagnieren. Leben lässt sich nicht in eine einzige Form oder einen einzigen Begriff pressen, ein Inhalt braucht sein Gegenteil als Gegengewicht und seine Bewusstseinsebene als Ankerpunkt, um Wirkung zu haben.

Begreifen wir die Psyche -ob die individuelle des Einzelnen oder die kollektive der Menschheit- als sie selbst und messen wir sie nicht länger mit dem Maßstab des Geistes. Unterschätzen wir unsere Psyche und Afrika nicht mehr, indem wir nur ihre bzw. seine geistigen Mängel sehen, denn wir, der Geist bzw. Europa, haben genauso viele psychische Mängel, sondern lernen wir endlich von ihr, der Psyche, bzw. ihm, Afrika! Lassen wir das weiße, bunte Licht Europas und das schwarze, samtene Licht Afrikas gemeinsam strahlen und Psyche und Geist einander ergänzen!


Es ist Zeit, die Visionen Friedrich Nietzsches von einem neuen Menschen wahr werden zu lassen. Es ist Raum, durch die Vereinigung von Herz, Geist und einem höheren Bewusstsein den Übermenschen zu entfalten, zu leben und seine Aufgabe in der Welt zu realisieren. Dazu muss jeder einzelne Mensch sich als Teil des Übermenschen begreifen und -anstatt für kleine Dinge, Rachegelüste und Lügen dahinzuleben- seinen ureigenen, persönlichen Beitrag zum Aussehen der Wirklichkeit beisteuern. Dadurch erhält er erstens Ziel, Gewicht und Sinn und wird vom Treibsand zum Teil der Wirklichkeit. Zweitens wird die Dreiteilung der Menschheit -in Naturvölker, Kulturvölker und Industrievölker- überwunden.

Wir sind nicht im Zeitalter der Postmoderne. Keine Epoche darf sich als Post- oder Prä- nach einer anderen Epoche benennen, wenn sie individuell sein will und nicht kopierend auf eine andere Epoche schauen möchte. Unsere Epoche braucht deshalb einen neuen, eigenen Namen. Da sie die Epoche der Geburt und Erstehung des Übermenschen und der Bereinigung alter Fehler und Ungerechtigkeiten ist, soll sie Resurrektion, d.h. Auferstehung, heißen. Diese Epoche soll die materielle Welt durch Licht, Klang und ein höheres Bewusstsein reinigen und rektifizieren.

Dieses Manifest verkündet die Geburt der neuen Epoche, die schon lange begonnen hat -und die einige ichverhaftete Menschen immer noch durch Lügen, Menschen- und Volksverhetzung, Demagogie, Bomben und Kriege, Massenausrottung und durch künstliche Abhängigmachung von irgendwelchen Dingen, die einen innerlich leermachen und töten, zu verhindern oder zu verheimlichen versuchen-, und ruft 113 Mal zu Akzeptanz und Miteinander aller Menschen, aller Lebewesen und aller Bewusstseinsebenen auf. Man darf nicht nur sich selber sehen und andere ständig bekämpfen oder für die eigenen Fehler büßen lassen. Die Zeit des Ich ist jetzt vorbei. Jetzt ist die Zeit des Wir. Die jetzige Zeit ist die Umgestaltung der Werte. Menschliche Werte wurden vernachlässigt und aufgegeben, da sie für den Übermenschen nicht mehr gültig sind. Der Übermensch hat andere, neue, höhere Werte, die wir uns erschließen und im Feuer und Klang des Bewusstseins und des Willens schmieden müssen.

Dieses Manifest zeigt dem Menschen den Weg, sich mit seinen Mitmenschen zu vereinen und zum Übermenschen, also zum wirklichen Menschen, zu werden. An der Wiege des Übermenschen aber stehen seine Mutter Afrika und sein Vater Europa, während ihm Asien als Muse und Fee zulächelt.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004