Globales Manifest für Alle


1. gemeinsames Erbe: Da das Bewusstsein aller Lebewesen eins ist, ist das, was jemand tut, Allgemeingut. In jedem einzelnen Lebewesen setzt das Bewusstsein seine Vorstellungen, Ideen und Ziele um. Alle Lebewesen tragen die Folgen der Handlung eines einzelnen Lebewesens, da das Bewusstsein an diese Handlung anknüpft. Die Handlung des Einzelnen ist das Erbe aller. Erkennen wir endlich unsere Macht und Verantwortung und reden wir uns nicht mehr mit Schwäche, Unwissenheit, Triebhaftigkeit und ähnlichen negativen Dingen heraus! Identifizieren wir uns nicht mehr nur mit uns selbst, sondern mit der Erde, der Sonne, dem Sonnensystem, der Galaxis, dem Universum! Machen wir unser Bewusstsein irdisch, solar, galaktisch, universal - global!

2. Globalität und Globalisierung: Nicht die persönlichen Interessen, sondern das Sein und Bewusstsein müssen global sein. Indem man sich selber freigibt und auf das Ganze schaut, entwickelt man sich weiter und hat zudem Freude daran. Ausgrenzende Entwicklung führt dagegen zu Ärger, Anstrengung bzw. Stress und Verkniffenheit. Globalität ist der Blick auf unsere kosmische Herkunft, Globalisierung die Verwirklichung unserer kosmischen Herkunft.
Was sind die Merkmale unserer Herkunft, unseres Seins?

Unser Sein im Ganzen muss entwickelt werden, nicht nur Teile von ihm.
Wir müssen uns der Eigenschaften unseres Ursprungs stets und überall bewusst sein. Dadurch können wir die Dinge, die unsere Vorfahren (bzw. wir für die Zukunft) nicht wissen und voraussehen konnten, mit ihren, d.h. unseren Träumen und Märchen vereinen.

3. Menschliche Handlung: Der Mensch muss dreifach handeln: Auf der Ebene von Psyche und Natur (Afrika), auf der Ebene von Geist und Technik (Europa) und auf der Ebene von Psyche-Geist und Kultur (Asien). Solange der Mensch nur auf einer oder zwei der Ebenen handelt, bleibt er mit der bzw. den restlichen Ebenen in Konflikt.

4. Brandung: Die Naturzerstörung ist 5 Elemente, von der Erde über Wasser, Luft und Feuer, bis zum Äther, dem Klang, dem, was im Menschen klingt und spricht, hinaufgegangen. Erst diese Ebene ist so hoch, dass sie die Unsinnigkeit der Naturzerstörung, Raffgier und Gehässigkeit erkannt hat. Weder Materie noch Farbe oder Licht, sondern erst der Ton hat es geschafft, das Herz des Lebewesens zu zerreißen, das ruhende Bewusstsein aufzuwecken und zur Umkehr aufzufordern. Von hier, dem Äther aus, kehrt die Entwicklung um und brandet als gebrochene Welle zurück. Auf der materiellen, vom Äther entferntesten Ebene macht sich diese Entwicklung zuletzt bemerkbar, die Vorläufer der Welle sind aber als system-, umwelt-, lebens- und kulturbewusste Umgestaltungen und Bewegungen bereits angekommen.

5. Elan: Elan hat Phasen: In einer Phase richten sich Dinge nach einem höheren Inhalt (z.B. Magnetfeld, höhere Ideale, Gott) aus und bilden friedliche, harmonische Muster. In der anderen Phase herrschen Unordnung, Krieg, Durcheinander und Zerstreuung, in denen die Dinge ihren in der Ordnungsphase unterdrückten Eigenschaften und Leidenschaften freien Lauf lassen. Diese beiden auseinanderklaffenden Phasen müssen vereinigt werden.

6. Autonomie: Jeder hat das, was er wünscht, möchte und braucht, bereits in sich selber. Er muss es nur suchen, nutzen und entwickeln.

7. Fortschritt: Dunkelheit muss in Licht verwandelt werden. Schlechte Erfahrungen und Erlebnissse müsen in positive, konstruktive umgewandelt werden. Aus dem Schlechten und Schlechtesten muss das Beste gemacht werden. Es reicht nicht aus, Inhalte und ihre Parameter, Eigenschaften und Zustände aufeinander abzustimmen und dadurch ein regelmäßiges und harmonisches Muster von positiven und negativen Amplituden und von Wellenbergen und -tälern zu formen, also Ordnung zu schaffen. Es reicht auch nicht aus, das in den Wellentälern liegende Unbewusste zu erschließen. Man muss stets weiterschauen und weitergehen, zumal jedes Lebewesen eigene Ansichten hat und nicht jeder anderen Ansicht zustimmt.

8. Naturgesetze: Unbewusst handelnde Lebewesen verändern die Wirklichkeit. Bewusst handelnde Lebewesen schaffen Naturgesetze. Ihr Tun wird die Sache aller - in physikalischer, biologischer, wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht. Jedes Lebewesen verändert die Wirklichkeit und schafft an Naturgesetzen. Der Mensch im einzelnen und ganzen muss mit der Wirklichkeit verschmelzen und zum Naturgesetz oder Naturinhalt werden anstatt passiver Mitläufer zu sein. Er muss zum Grundstein werden, auf dem Weiteres aufbaut.

9. Evolution: Alles wird durch Übung und Zielstrebigkeit entwickelt. Durch Vorstellung ändert sich die nichtmaterielle Ebene um eben diese Vorstellung und bringt andere materielle Dinge hervor als bisher, evolviert also materiell. Deshalb gelingt keine Evolution, wenn man zu sehr auf materieller Ebene bleibt - die nichtmaterielle Ebene erhält dann keinen Anstoß, etwas zu verändern, die materielle Entwicklung verliert mit den höheren Bewusstseinsfunktionen ihre Richtung und läuft irgendwo auf.

10. Konkurrenz: Lebewesen kämpfen auf materieller und nichtmaterieller Ebene gegeneinander oder miteinander für ihre Wünsche und Ideale, aber nicht alle Vorstellungen und Konzepte werden sich durchsetzen.

11. Entwicklung: Auf dem Weg von der nichtmateriellen zur materiellen Ebene vergisst das Lebewesen in der Konzentration auf den neuen Organismus und im Erlernen der Spielregeln der neuen Ebene sich selbst und muss -durch seine höheren Bewusstseinsebenen oder andere Lebewesen- an die Wirklichkeit erinnert werden.

12. Bestand: Es gibt nichts, was es nicht gibt, da alles Teil der Wirklichkeit ist. Schlimmstenfalls gerät ein Inhalt oder Lebewesen ins Unbewusste bzw. in ein Wellental. Dort kann er bzw. es jedoch für immer bleiben.

13. Superstratisch: Je höhere Bewusstseinsebenen der Mensch erreicht, desto mehr Lebewesen wird er treffen, und zwar die, die in diesen höheren Bewusstseinsebenen leben.

14. Verzeihen: Verzeihen fällt dann leicht, wenn man weiß, dass Lebewesen nur körperlich voneinander getrennt sind, aber alle denselben Geist, dieselbe Psyche und dasselbe Bewusstsein haben. Dann verzeiht man nämlich sich selber bzw. braucht nur sich selber zu verzeihen.
So wie man sich selber wichtig nimmt - das ist in Wirklichkeit Gott, das Bewusstsein, dem die Entwicklung jedes seiner Lebewesen am Herzen liegt.

15. Ausgleichende Gerechtigkeit: Wenn es kein individuelles Ich gibt, sondern nur Bewusstsein, könnte die ausgleichende Gerechtigkeit entfallen. Dem ist aber nicht so. Wird ein schädliche Handlung ausgeführt, wird das Bewusstsein über jedes Individuum, das durch diese Handlung leidet, aufmerksam. Es hält inne, überlegt, korrigiert und kompensiert die Tat. Korrektur und Kompensation sind aufgrund der Synchronizität von materieller und nichtmaterieller Ebene in materiellen Vorgängen sichtbar. Es gibt also eine ausgleichende Gerechtigkeit auf materieller und nichtmaterieller Ebene.

16. Konzentration: Konzentration ist der Leiter zum Ziel. Mit dem, worauf man sich konzentriert, verschmilzt man und nimmt dessen Wesen und Eigenschaften an.

17. Selbständigkeit: Jeder soll das, was er möchte, selber tun und herstellen können. Er soll nicht durch Qualifikation und Besitz daran gehindert werden. Leben ist empirisch und in seiner Komplexität nicht berechenbar, Voraussagen und Kalkulationen verhindern die Entwicklung. Statt dessen soll man Ziele formulieren und sie im freien Experiment realisieren. Je mehr Möglichkeiten durchgespielt werden, desto fruchtbarer die Entscheidung. Dies ist die Ursache für die Vollkommenheit und den Reichtum der Natur: Auf der Quantenebene werden vor der Entscheidung alle Möglichkeiten durchgespielt; nichts wird dabei ausgegrenzt.

18. Strafe: Es gibt einen Weg zu gerechtem Urteil, und zwar, indem die Subjektivität neutralisiert wird. Der Richtende muss sich beim Fällen des Urteils bewusst sein, dass er sich selber bestraft, da alles mit allem zusammenhängt und alles eine Einheit ist. Tut er dies, wird die Strafe weder zu hart ausfallen, wenn er den zu Bestrafenden persönlich nicht leiden mag, noch zu mild, wenn er den zu Bestrafenden mag, da es ja um die Allgemeinheit und die Wirklichkeit geht.

19. Leiden: Leid entsteht durch 2 Verhaltensweisen:
1. Ausgrenzung: Man liebt es, andere Dinge und das, was einem nicht gefällt, auszugrenzen. So umgeht man die Mühe, eigene Schwächen und Fehler zu korrigieren. Dadurch verliert man jedoch den Bezug zu den Dingen, und diese entwickeln sich eigenständig weiter. Die entstehende Kluft wird immer größer und unangenehmer, sie zu schließen oder nur zu verbergen, erfordert immer mehr Aufwand.
2. Ichzentriertheit: Manche denken nur an sich selber und sehen überall nur sich selber. Sie lieben selbst in ihrem Partner nur sich selber, weil er das hat, was ihnen selber fehlt, und ihnen damit helfen kann. Sie lieben Dinge und Lebewesen nicht um derer selbst willen, sondern, weil sie ihnen helfen zu etwas nutzen. Sie geben den anderen Dingen und Lebewesen keinen Raum und beklagen sich dann über das Verschwinden bzw. die Aggressivität ihrer Umwelt und über Sinnentleertheit und Langeweile.
Ausgrenzung und Ichzentriertheit führen zu chronischem Frust und Ärger. Da die Identifikation mit der Wirklichkeit fehlt, können Frust und Ärger nicht durch die Aussicht und Realisierung einer Lösung in Hoffnung und Freude umgewandelt werden.

20. Perfektion und Vollkommenheit: Dinge müssen nicht perfekt sein, sondern vollkommen. Perfektion bleibt immer auf einer Ebene, Vollkommenheit geht, indem sie verschiedene Dinge kombiniert und verbindet, über die aktuelle Ebene hinaus und öffnet neue Horizonte. Perfektion erschöpft sich in ihrem Maximum und wird dort durch vollkommenere Dinge abgelöst und wieder neu entwickelt.

21. Genuss und Schaffen: Man kann nicht nur genießen. Genuss ist die Zerstörung dessen, was erarbeitet und aufgebaut wurde. Genuss ist die Ernte der Früchte der Arbeit und muss deshalb den Samen austragen, der in der Arbeit wieder ausgesät und herangezogen wird. Genuss und Arbeit müssen einen Kreislauf bilden und sich gegenseitig verbessern.

22. Macht und Angst: Nichts kann mit einem gemacht werden, was man nicht zulässt.

23. Spiegelbild: Es ist traurig, dass die meisten Menschen in anderen nur sich selber sehen. Sie wollen, dass man so denkt wie sie, sie hoffen, wenn sie irgendwohin gehen, nichts anderes als das Erwartete zu sehen, und sie erziehen ihre Kinder, damit es ihnen und nicht denen gut geht. Man muss aus dieser Enge herauskommen und im Anderen wieder den Anderen sehen, der dasselbe Recht und dieselbe Notwendigkeit hat, da zu sein. Aber manche vertragen anscheinend ihr Spiegelbild und dessen Autonomie nicht und verdecken es deshalb.

last update by Lydia Thießen 31.10.2004