Die
drei Ebenen der Schöpfung
Eine
Herleitung der Dreifachkreuz-Symbolik
von
Elias Erdmann
Teil 2
e-Mail:
elias.erdmann@gmx.de
Homepage:
http://www.klarerblick.de/forum/viewforum.php?f=37
Die Schöpfung ist gegliedert in drei Hauptebenen:
- die Welt des universellen Geistes
- die Welt der individuellen Seelen (Paradies, Jenseits)
- die Welt der Materie (unsere Welt in der wir leben)
Alle
Schöpfungsprozesse laufen in diesen drei Ebenen ab: Am Anfang ist die Idee auf
der Ebene des Geistes, diese Idee entwickelt sich auf der Ebenen der Seelen und
wird schließlich real in der Welt der Materie.
Auch der Weg der
menschlichen Seele geht durch diese drei Ebenen. Sie steigt von der geistigen
Ebene in zwei Stufen ab in die Welt der Materie.
Diese drei Ebenen werden durch folgende Elemente symbolisiert:
- Luft für die geistige Ebene
- Wasser für die Ebene der Seelen
- Erde für die materielle Ebene
Das 3-Ebenen-Schema ist eng verwand mit der 4-Elemente-Lehre. Es gibt jedoch keine Ebene des Feuers. Oftmals wird das Schema in der Symbolik sogar noch weiter reduziert zu einer reinen Polarität.
Der Abstieg von Luft zu Erde geht immer durch die Ebene des Wassers. Dieses Motiv findet sich in unterschiedlichen Mythen, wo Lebensräume „im Wasser versunken“ sind. Aber auch der im Fluss ausgesetzte Moses basiert auf diesem Motiv. Da der Rückweg aber auch über die Ebene des Wassers geht, erleben wir bei Moses auch beim Auszug aus Ägypten eine Durchquerung des Wassers.
Analog zur Tabelle mit den vier Elementen gilt auch hier der Hinweis, dass man zwar alle Zeilen dem Drei-Ebenen-Schema zuordnen kann, aber die unterschiedlichen Zeilen kann man nicht in allen Fällen direkt miteinander in Verbindung setzen. Auch sollten die drei Ebenen nicht verwechselt werden mit den drei Säulen.
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Ebenen |
obere
Ebene |
mittlere
Ebene |
untere
Ebene |
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Vier-Elemente-Lehre |
Luft |
Wasser |
Erde |
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Schöpfung (moderne Begriffe 1) |
Abstrakte Idee |
Konkretisierung |
materielle Existenz |
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Schöpfung (moderne Begriffe 2) |
Gedanken |
Worte |
Taten |
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Schöpfung (kosmologisch) |
Geist / Vater |
Zeugung |
Materie / Mutter |
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Schöpfung in der Symbolik der Evangelien |
Heiliger Geist |
Jesus |
Maria |
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Struktur der Schöpfung |
Welt des Geistes |
Paradies |
Erde |
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Struktur des Menschen |
Geist |
Bewusstsein/Seele |
Körper |
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Struktur des Körpers |
Kopf |
Herz/Lunge |
Bauch |
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Struktur des Gesichts |
Stirn |
Auge/Nase |
Mund |
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Struktur der Familie |
Vater |
Sohn |
Mutter |
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Schöpfungsprozesse in der Genesis |
Gott sagte ... |
Gott schuf ... |
Gott sah, dass es gut war. |
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Gottesnamen in der Genesis |
Elohim |
JHVH/Elohim |
JHVH |
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Bäume im Paradies |
Baum des Lebens |
Paradies |
Baum der Erkenntnis |
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Leben und Tod |
Leben |
Weg durchs Wasser |
Tod |
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Die zwei Schwerter |
Flammendes Schwert |
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Schwert im Stein |
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Platon |
Welt der Ideen |
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Welt der Dinge |
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Teufelsnamen |
Luzifer |
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Satan |
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Irrwege |
Weltflucht (geistiges „Abheben“) |
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Weltsucht (Materieverhaftiung) |
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Evangelium des Johannes |
Am Anfang war das Wort. |
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Das Wort ist Fleisch geworden. |
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Objektorientierte Analyse |
abstrakte Klassen |
abgeleitete Klassen |
Reale Objekte |
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G4 Hintergrundraum |
latente Ereignisse |
R4 manifeste Ereignisse | |
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Geometrische Figur |
Dreieck |
Kreis |
Quadrat |
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Zahl |
3 |
2 aber auch 5 |
4 |
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Symbolik von Sonne, Mond und Erde |
Sonne |
Mond |
Erde |
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Einweihungsgrade |
Meister |
Geselle |
Lehrling |
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Asgard |
Midgard |
Utgard | |
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EH-Rune |
HAGAL-Rune |
NOT-Rune | |
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Struktur nach C.G. Jung |
Höheres Selbst |
Selbst |
Ich |
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Struktur nach Freud |
Über-Ich |
Ich |
Es |
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Pläne des
Autos |
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Prototypen |
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Produktion
und Praxisbetrieb |
Von oben nach unten konkretisiert sich der Produktionsprozess vom ersten Entwurf bis hin zur Serienproduktion. Aber weder Rohstoffe noch Einzelteile wandern von der Entwicklungsabteilung nach unten zur Produktion, denn der Produktionsprozess selbst läuft innerhalb der unteren Schicht ab – in der folgenden Darstellung von links nach rechts.
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Pläne des
Autos |
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Prototypen |
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Rohstoffe |
Einzelteile |
Endfertigung |
Der Weg vom Plan zur Produktion geht in diesem Schema von oben nach unten und der Weg vom Rohstoff zum Endprodukt geht von links nach rechts. Es sind zwei unterschiedliche Perspektiven auf die Produktion, die zueinander quasi „senkrecht“ stehen.
Würde man ein Auto zerlegen, so würde man also keinen Plan, keine Zeichnung und keinen Konstrukteur finden. Materiell gehen all diese Dinge nicht in das Endprodukt ein. Aber es wäre dennoch falsch zu behaupten, dass sie überhaupt nicht in das Endprodukt eingegangen wären. Die „Ideen“ sind eingeflossen, auch wenn man beim Zerlegen des Autos nie eine „Idee“ in der Hand halten wird.
Ebenso schildern Evolutionstheorie und
Schöpfungsgeschichte zwei unterschiedliche Perspektiven, die sich nicht
widersprechen, sondern die auch in gleicher Weise „senkrecht“ zueinander stehen.
Dabei widersprechen die Erkenntnisse der Naturwissenschaft auch nicht dem
Schöpfungsgedanken, nur weil man beim Zurückverfolgen der biologischen
Entwicklung bei Einzellern und Aminosäuren landet und nicht bei einem steuernden
Geist.
Diese höhere Wirklichkeit wird in unterschiedliche Traditionen und Kulturen unterschiedlich benannt. Platon spricht von einer Welt der Ideen, Laotse vom Tao und der Evangelist Johannes von dem Wort aus dem alles geschaffen ist. Gemeinsam ist ihnen, dass alle drei in dieser anderen Wirklichkeit die Ursache für die Entwicklungen in unser materiellen Realität erkennen.
Die Grundlage der platonischen Philosophie ist seine "Ideen- oder Formenlehre". Platon teilt die Wirklichkeit in zwei Bereiche auf, einen Bereich der vollkommenen Ideen oder Formen und einen Bereich mit all den materiellen Dingen, die wir direkt mit den Sinnesorganen wahrnehmen können. Diese wahrnehmbaren Dingen sind für Platon nur unwirkliche, schattenhafte und unvollkommene Abbilder der Ideen. Die Idee ist etwas Unräumliches, Zeitloses, Unveränderliches, das nur durch Denken erkannt werden kann. Weil die Idee das immer gültige Ur-Bild der materiellen Dinge ist, ist sie auch nicht von der materiellen Welt abhängig, sondern stärker als diese.
Platon zeigt uns aber auch die Art und Weise auf, wie der Mensch zur Wahrnehmung dieser Welt der Ideen befähigt wird: über die Philosophie.
Platon lebte von 427 v.u.Z. bis 347 v.u.Z. Etwa zeitgleich lebte Lao Tse irgendwann im 4.Jh.v.u.Z.
Auch wenn Laotse seine Erkenntnis in vollkommen anderen Worten ausdrückt, so wird auch bei ihm exakt die gleiche grundlegende Information sichtbar.
Der Sinn, der sich
aussprechen lässt,
ist nicht das ewige Sinn.
Der Name, der sich nennen
lässt,
ist nicht der ewige Name.
'Nichtsein' nenne ich den Anfang von
Himmel und Erde.
'Sein' nenne ich die Mutter der Einzelwesen.
Darum
führt die Richtung auf das Nichtsein
zum Schauen des wunderbaren Wesens,
die Richtung auf das Sein
zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.
Beides ist eins dem Ursprung nach
und nur verschieden durch den
Namen.
In seiner Einheit
heißt es das Geheimnis.
Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist das
Tor,
durch das alle Wunder hervortreten.
Auch Laotse unterscheidet die
Dinge von ihrem Sinn, der von ihm als TAO bezeichnet wird, wovon sich der
Begriff Taoismus ableitet. Dieses TAO entspricht durchaus Platons Reich der
Ideen. Im physikalischen Sinne "ist" das TAO nicht und was sich in der
physischen Welt finden lässt, ist nicht das TAO. Den Dualismus Platons zwischen
Idee und Form wird hier wieder sichtbar als Nichtsein und Sein.
Das TAO ist die abstrakte Idee, doch sobald man für diese abstrakte Idee ein konkretes Beispiel nennt, so ist es eben nicht mehr die abstakte Idee. Laotes drückt das aus in den Worten "Der Name, der sich nennen lässt, ist nicht der ewige Name."
Diese
grundlegenden Prinzipien lassen sich auch in der biblischen Mythologie
wiederfinden, z.B. beim Evangelisten Johannes
1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 1,2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 1,3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 1,4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Hier heißt es: Alles ist durch das Wort gemacht.
Bei Platon: Alles ist durch die Idee gemacht.
Bei Laotse: Alles ist durch das Tao/den Ewigen Sinn/das Nichtsein gemacht.
Alle drei sagen
letztendlich das Gleiche aus, jeweils mit ihren Worten. Es ist die gleiche
Botschaft, aber sie wird von jedem verschieden verpackt:
Die physische Welt
ist ein unvollkommenes Spiegelbild bzw. Abbild einer höheren
Wirklichkeit.
Eine ähnliche Aussage finden wir auch in den Smaragdtafeln des Hermes Trismegistos:
Das Untere ist gleich
demjenigen, das Oben ist. Und was Oben ist, ist gleich demjenigen das Unten ist,
um das Wunder eines einzigartigen Dinges zu Stande zu bringen. So wie alle Dinge
von dem Einzigen und durch seinen Plan gemacht sind, so entstammen alle
geschaffenen Dinge von diesem Einzigen durch Adoption.
Im zweite Teil von Goethes Faust findet sich genau dieses Motiv in folgenden Worten:
Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird's Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist's getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.
(Goethe: Faust
II)
“Alles Vergängliche” steht für unsere materielle Welt. Sie ist ein Gleichnis für eine höhere Wirklichkeit. Hier wird das ganz real zum Ereignis, was auf den höheren Ebenen nur erdacht, aber noch nicht erprobt wurde und was daher noch „unzulänglich“ ist. Doch während das Urbild in der Wirklichkeit für uns „unbeschreiblich“ ist, so wird es in der materiellen Ebene getan. Im Gegensatz zum „männlichen Geist“ ist die Materie „das Ewig-Weibliche“.
Über die Frage, wie diese höhere Wirklichkeit für unsere Wahrnehmung zugänglich wird, sind sich aber die Denker und Mystiker vollkommen uneins. Manche Mystiker, die in Momenten der inneren Stille einen kurzen Einblick in diese höhere Wirklichkeit hatten, glauben, diese andere Welt sei für unser Denken prinzipiell nicht zugänglich und nur durch Überwindung des Denkens könne man einen Zugang zu dieser anderen Wirklichkeit herbeiführen. Platon sah hingegen - wie oben schon erwähnt - die Sache etwas anders. Gerade das Denken war für ihn der Weg zu dieser Wirklichkeit.
Diese beiden Extrempositionen scheinen in ihrer Gegensätzlichkeit auf den ersten Blick vollkommen unvereinbar zu sein und doch beschreiben sie nur unterschiedliche Erfahrungen mit dem gleichen Problem, das in der Symbolik von Excalibur dargestellt wird.
Das Denken (symbolisiert durch das Schwert) steckt in der Materie (symbolisiert durch den Felsen) fest. Das Denken an sich ist gar nicht das Problem, sondern nur die „Gefangenheit des Denkens“ in den alten Denkstrukturen und Gewohnheiten. Es geht darum, das Schwert aus dem Stein zu ziehen, also im übertragenen Sinne das Denken von den materiellen Dingen zu lösen.
Damit ist keinesfalls eine Abkehr von der materiellen Welt gemeint, auch keine spirituelle Weltflucht und auch kein Leben in Armut, sondern die Entwicklung der „Abstraktionsfähigkeit“. Abstraktion beideutet „Wegziehen“ (ab=weg, trahere=ziehen). Durch Abstraktion löst man sich von den Dingen und entwickelt eine Wahrnehmung für die Strukturen hinter den Dingen.
Wenn man zwei Äpfel hat und zwei weitere hinzulegt, so hat man vier Äpfel. So lernen noch heute Kinder an konkreten Dingen rechnen. Die abstrakte Aussage „2+2=4“ wird durch die Konkretisierung mit Äpfeln für das Kind erfahrbar. Die gleiche abstrakte Erkenntnis kann man aber sowohl mit Birnen oder Bananen konkretisieren und erfahrbar machen.
Der Lehrer konkretisiert die abstrakte Aussage „2+2=4“, damit letztendlich das Kind das allgemeine abstrakte Prinzip hinter den konkreten Dingen lernt.
So wie das Kind lernt, die Aussage „2+2=4“ von den konkreten Äpfeln zu lösen, so geht es beim Lösen des Denkens aus der Gefangenschaft der Materie um die Erkenntnis des abstrakten Prinzips hinter den konkreten Dingen.
Dieses abstrakte Prinzip ist selbst nicht materiell oder dinglich. Man kann die Erkenntnis „2+2=4“ im Gegensatz zu Äpfeln und Birnen weder anfassen noch sehen, denn sie ist geistiger Natur. So wie dieses einfache abstrakte Prinzip durch die materielle Konkretisierung mit Äpfeln und Birnen erfahrbar wird, so ist auch in der materiellen Welt das Prinzip erfahrbar, welches hinter der Vielfalt aller Dinge steckt - jenes allgemeine geistige Urprinzip, welches wir als Gott bezeichnen.
Die materielle
Welt ist daher eine Offenbarung Gottes.
Gerade das Lernen in der Materie kann uns den Zugang zu der höheren Wirklichkeit vermitteln, wenn es uns gelingt, von den konkreten Dingen auf die dahinter verborgenen allgemeinen Prinzipien zurück zu schließen.
Mit dem Titel „Durch die Materie zum Geist“ soll hier ganz bewusst eine Gegenposition dargestellt werden zu den zahlreichen welt- und materieverneinenden Erkenntniswegen.